Koloskopie (Darmspiegelung)
Eine Koloskopie (umgangssprachlich Darmspiegelung) dient der Untersuchung des Dickdarmes und meistens auch der letzten Zentimeter des Dünndarmes
Als Gründe (Indikation) für die Durchführung einer Koloskopie gelten:
Vorbereitung
Vor der Untersuchung muss der Dickdarm entleert werden, damit die Untersuchung nicht durch Stuhlreste behindert wird. Für die bevorstehende Untersuchung verordnen wir in der Regel Moviprep. Was ist Moviprep? Moviprep ist ein Pulver mit Zitronengeschmack zur Herstellung einer Darmspülung. In 2 Liter Wasser aufgelöst und getrunken, spült es Ihren Darm sauber- wässriger Stuhlgang ist also die erwünschte Wirkung. Durch die effiziente Darmreinigung mit Moviprep erhält Ihr Arzt freie Sicht und damit beste Bedingungen für eine erfolgreiche Darmspiegelung. Für Sie ist das eine wichtige Vorraussetzung für eine sichere Diagnose.
Regeln zur richtigen Ernährung
3 Tage vor der Untersuchung: ballaststoffarme Ernährung
Nicht empfohlen: kernhaltiges Obst oder Gemüse (z. B. Kiwis, Tomaten, Weintrauben),Vollkornbrot, Müsli, volle Körner Ansonsten können sie zunächst noch essen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie vor der Einnahme von Moviprep noch weitere Regeln beachten müssen.
Nach dem 1ten Schluck Moviprep: Bis zur Untersuchung keine feste Nahrung mehr. Sie sollten in diesem Zeitraum mindestens einen weiteren Liter klarer Flüssigkeit zu sich nehmen, um großen Durst und eine Austrocknung des Körpers zu vermeiden. Mögliche Getränke sind Wasser, klare Suppen, Obstsäfte (ohne Fruchtfleisch), limonadenhaltige Getränke oder Tee (ohne Milch). Diese Getränke können Sie bis spätestens eine Stunde vor der Untersuchung zu sich nehmen.
Zubereitung von Moviprep
Eine Packung Moviprep enthält je 2 Beutel A und B. Füllen Sie den Inhalt von je 1 Beutel A und B in ein Gefäß. Geben Sie 1 Liter Wasser hinzu. Verrühren Sie das Ganze bis die Flüssigkeit nahezu klar ist. (Dies kann einige Minuten dauern.) Vorschlag: Trinken Sie Moviprep gekühlt.
Nach Ende der Einnahme des zweiten Liters bis zum Beginn der Untersuchung sollte mindestens eine Stunde verstreichen, um eine vollständige Darmreinigung zu erzielen.
Gesplittete Einnahme:
EMPFEHLUNG: plus mindestens zusätzlich 2 x 500 ml frei gewählte klare Flüssigkeit
!!! WICHTIGER HINWEIS !!!
Gerät
Das flexible Koloskop ist etwa 1cm dünn und zirka 1,2 Meter lang. Es wird ein Video-Koloskop verwendet, welches an der Spitze einen Videochip besitzt und das Bild auf einen Monitor überträgt. Während der Untersuchung werden die Bilder direkt in unser Praxissytem übermittelt, sodass diese Bilder für die Befunde mit verwendet werden können.Das Koloskop ist mit einer Absaugvorrichtung ausgerüstet, um flüssige Stuhlreste und Spülflüssigkeit absaugen zu können. Ein Arbeitskanal ermöglicht das Einführen von kleinen Instrumenten (Zangen und Schlingen) mit denen kleine Gewebeproben bzw. Polypen entnommen werden können.
Sedierung und Überwachung
Die Untersuchung wird unter Kurznarkose durchgeführt, sodass Sie als Patient von der gesamten Prozedur nichts mitbekommen. Während der Sedierung wird der Patient kontinuierlich überwacht. Es wird ein Messfühler am Finger des Patienten angebracht, der die Sauerstoffsättigung und den Puls misst (Pulsoxymetrie). Der Blutdruck wird vor und nach der Untersuchung gemessen.
Untersuchungsablauf
Zu Beginn der Untersuchung liegt der Patient auf dem Rücken. Während die Narkose zu wirken beginnt, wird der Patient mit leicht angewinkelten Beinen in eine stabile linksseitige Lage gebracht. Das Instrument wird unter Sicht mit Begradigungs- oder Umlagerungsmanövern vorgeschoben bis der Blinddarm (Zökom) bzw. der letzte Teil des Dünndarmes(terminales Ileum) erreicht ist. Beim Rückzug des Koloskops wird dann mittels Luftinsufflation (Lufteinblasung) der Darm zur Entfaltung gebracht und die gesamte Darmschleimhaut sorgfältig nach krankhaften Veränderungen abgesucht. Die Untersuchung dauert normalerweise etwa 25 Minuten. Das zur Darmentfaltung eingeblasene Luftvolumen von einigen Litern kann während und auch nach der Untersuchung kurzzeitig Darmblähungen (sog. "Winde") verursachen, die allerdings meist schnell wieder verschwinden
Befunde
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